Endlich ein eigener Spielplatz

Was auf einem Turnplatz begann, konnte später auf dem Platz am Riesenstein (Lok-Platz), auf dem Schützenplatz (Juteplan) und dann doch noch auf der Jugendwiese fortgesetzt werden. Obwohl sich die Fußballer damals sehr sozial verhielten - um 1910 betrugen die Eintrittspreise 0,20 Pfennig pro Person, 10 Prozent des Gewinns gingen in die städtische Armenkasse, in die Jugendwohlfahrt und in die Kriegerfürsorge - haderten sie mehrfach mit den Stadtvätern. So zum Beispiel, als man, um eine weiträumige Absperrung des Spielplatzes zu vermeiden, fliegende Kassen einsetzen wollte lehnte dies der Stadtrat im Jahre 1914 ab. " Der Fußball ist ein etwas roher Sport, den mit anzusehen nicht jedermann angenehm ist. bei der 'offenen Kassierung' werden auch vorübergehende Personen zur Kasse gebeten, denen dieser Sport widerstrebt"

Es dauerte geraume Zeit, bevor man sich einen eigenen Platz im Heiligen Grund bauen konnte.Am 8.0ktober 1921 erwarb man ein etwa 27.000 Quadratmeter großes Gelände und am 15.August 1923 wurde die Anlage übergeben, verbunden mit der Weihe eines Denkmals am Proschwitzer Weg für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder. Der Spielplatz verfügte auch über eine 320 Meter lange Laufbahn mit erhöhten Kurven.
Finanziert wurde das Ganze zum großen Teil mithilfe von Anteil - Scheinen,die an Mitglieder und Mäzene ausgegeben wurden.