Die fünfziger bis siebziger Jahre

Wo heute mit dem MSV 08, Fortschritt Meißen-West nur zwei Vereine Fußballsport anbieten, waren es in den 50er Jahren im Stadtgebiet allein deren acht.
Und alle hatten einen sehr guten Publikumszuspruch.Die Mobilität der Menschen war in den Nachkriegsjahren nur ganz
schwach ausgeprägt und das Fernsehen steckte noch in den Kinderschuhen,also ging man zum Fußball. Chronisten berichten sogar von einemWettbewerb um einen Stadtpokal.1954gewann ihn Motor Meißen Kabelwerk durch einen 2:1-Sieg über Dynamo Meißen.
Die Breite in dieser Ballsportartvermochte aberzunächst keinen qualitativen Aufschwung zu vermitteln. Erst mit dem Spieljahr 1956/57 gab es wieder ein Hochgefühl in Meißen: Der Aufstieg dervordem unterdem Namen.Chemie" spielenden und 1955 in Aufbau Meißen umbenannten Mannschaft in die 2. DDR-Liga, dritthöchste Spielklasse im Staate,war gelungen.

Trotz zwischenzeitlich guter Platzierungen reichte es 1961 nur zum 12. Platz, was den Abstieg in die Bezirksliga bedeutete.
In der Folqezelt.dürnpelten" die seit 1964 unter dem Namen Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) spielenden Meißner zwischen Bezirksliga und -klasse hin und her. Etwas mehr Stabilität kehrte durch den am 15. Dezember 1967 erfolgten Anschluss der BSG Motor Meißen an die TSG ein, aber auch dieVerstärkung durch einen DDR-Auswahlspieler half nicht viel weiter. Matthias .Lotte" Müller war auf Geheiß der DDR-Oberen zur Bewährung in die Bezirksliga zurückgestuft worden. 
Ein zweiter Platz in der Bezirksliga 1981 war da endlich wieder einmal ein gewisser Höhepunkt,zumal zur Spitze nur ein einziges Pünktchen gefehlt hatte - und das bekamen die Zittauer ausgerechnet am "grünen Tisch" zugesprochen.